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Länderrisiko: Iran

Flagge Iran

🇮🇷 Iran (engl. Iran)

Embargo / Sanktionen
✅ Ja / umfassende Sanktionen
FATF gelistet
✅ Ja / Call for Action
EU-Hochrisikoland
✅ Ja
Nationale Risikoanalyse DE
⚠️ Sanktions-, TF- und Proliferationsbezug besonders relevant

🔎 Kurzbewertung

Gesamtrisiko: HOCH

Score: 94 / 100

Iran ist eine FATF-Hochrisikojurisdiktion mit Call for Action. Das Risiko ergibt sich aus strategischen AML/CFT-Defiziten, umfassenden Sanktionen, Terrorismusfinanzierungs- und Proliferationsrisiken, staatlich kontrollierten Strukturen, Korruption, Schattenfinanzierung, Handelsumleitung, Drittstaatenstrukturen und Umgehungsnetzwerken.

📊 Risiko-Dashboard

FATF / EU Listen
30 / 30
Korruption
18 / 20
Organisierte Kriminalität
18 / 20
Finanzsystem
14 / 15
Sanktionen / PF / TF
14 / 15

🔍 Detailanalyse

FATF-, EU- und Sanktionsstatus

Iran wird von der FATF als Hochrisikojurisdiktion mit Call for Action geführt. Die FATF fordert für Hochrisikojurisdiktionen erhöhte Sorgfaltspflichten und in besonders gravierenden Fällen Gegenmaßnahmen zum Schutz des internationalen Finanzsystems. Iran ist zudem im EU-Hochrisikokontext und im Sanktionskontext besonders relevant.

Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung

Bei Iran-Bezug sind Terrorismusfinanzierungs-, Proliferationsfinanzierungs-, Dual-Use-, Exportkontroll- und Sanktionsumgehungsrisiken zentral. Besonders kritisch sind Handelsrouten über Drittstaaten, Scheinfirmen, Strohpersonen, Zahlungsumleitungen, Rohstoff- und Technologiegüter sowie wirtschaftlich nicht plausible Transaktionen.

Korruption, Staatssektor und Umgehungsnetzwerke

AML-Risiken entstehen durch staatlich geprägte Wirtschaftsstrukturen, PEPs, Revolutionsgarden-/Sanktionsbezug, informelle Zahlungswege, Hawala-ähnliche Systeme, Handelsfinanzierung, Rohstoffe, Edelmetalle, Logistik und Drittstaatenkonstruktionen.

⚖️ Praxis-Einordnung für Geldwäschebeauftragte

  • Iran-Bezug grundsätzlich als Hochrisiko behandeln.
  • Enhanced Due Diligence und Sanktions-/Exportkontrollprüfung eng verzahnen.
  • UBO-, Kontroll- und Strohmannstrukturen vertieft prüfen.
  • Drittstaatenrouten, Handelsfinanzierung und Dual-Use-Bezug besonders analysieren.

🧭 Handlungsempfehlungen

  • Iran-Bezug in der Länderrisikoanalyse als Hochrisiko hinterlegen.
  • Source of Funds, Source of Wealth und wirtschaftlichen Zweck besonders streng dokumentieren.
  • Sanktionsumgehungs-, Proliferations- und TBML-Indikatoren in das Monitoring aufnehmen.
  • Transaktionen mit Iran-, Drittstaaten- oder Hochrisikogüterbezug nur nach dokumentierter Einzelfallprüfung fortführen.

📚 Quellen

  • FATF – High-Risk Jurisdictions subject to a Call for Action
  • FATF – Iran Country Page
  • European Commission – High-risk third countries
  • EU Sanctions Map / Iran Sanctions
  • Transparency International – Corruption Perceptions Index
  • Global Organized Crime Index 2025
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